Kampf gegen Überbevölkerung: Aktivisten sprengen dutzende Storchenmasten

Aktualisiert: 28. Apr 2020

Europa sieht sich mit einer Anschlagserie auf Storchennester konfrontiert. Experten warnen bereits vor einem drastischen Rückgang der Geburtenrate.



Wenige Tage nach den Medienberichten über die gezielte Zerstörung zahlreicher 5G-Sendeantennen als Massnahme gegen die Corona-Pandemie sorgt eine weitere Aktivistengruppe für Aufsehen, die in Grossbritannien und auf dem europäischen Festland eine Serie von Anschlägen auf Storchenmasten verübt hat. Am Tatort vorgefundene Bekennerschreiben rechtfertigen die Aktion als dringende Massnahme gegen die weltweite menschliche Überbevölkerung, an der Störche augenscheinlich eine zentrale Mitschuld tragen.


Unterdrücktes Wissen «Wo die so genannte Wissenschaft offenkundige Zusammenhänge totschweigt, nehmen immer häufiger unabhängige und wachsame Bürger das Heft selbst in die Hand», analysiert ein Ornithologe, der aus Furcht vor Repressalien nicht namentlich zitiert werden möchte, die jüngsten Vorfälle: «Unseren Grosseltern war noch klar, was es für eine Familie und ihre Ressourcen bedeuten konnte, wenn der Storch zu häufig vorbeikam». Er verstehe selbst nicht, weshalb heute Kräfte am Werk sind, welche die grossen Zusammenhänge partout nicht sehen wollen: «Die europäische Storchenpopulation ist von 1984 bis heute von 136000 auf 166000 angestiegen. Jetzt vergleichen Sie diesen Zuwachs einmal mit unserer eigenen Bevölkerungsentwicklung im selben Zeitraum! Wem es da nicht dämmert, dem kann ich echt nur noch den Vogel zeigen!» 


Erfolge bei 5G Das Beispiel Covid-19 hat es in aller Deutlichkeit gezeigt: Regierungen stossen weltweit mit ihren Massnahmen gegen die Pandemie auf so viel Skepsis in der Bevölkerung, dass letztere dazu übergangen ist, selbst stringentere Lösungen umzusetzen. Die Zerstörung von Mobilfunkantennen hat bereits nach wenigen Dutzend Anschlägen äusserst positive Folgen, wie eine noch unveröffentlichte Studie nahelegt: Die Zahl der von Tracking-Apps gemeldeten Coronafälle ist in den betroffenen Funkzellen praktisch vollständig zurückgegangen.


Bereits weiteres Projekt Sollte den Storchennest-Aktivisten ein vergleichbarer Erfolg beschieden sein, würde sich eines der drängendsten Probleme des 21. Jahrhunderts beseitigen lassen: Die globale Überbevölkerung gilt als Hauptfaktor für den Klimawandel, die Umweltverschmutzung und die Verknappung unserer Ressourcen. Bereits wird in einschlägigen Aktivistenforen über weitere erfolgversprechende Kampagnen diskutiert. Besonders heiss gehandelt wird der Plan, Milliarden von Marienkäfern zu züchten und weltweit freizusetzen, um dem bislang äusserst betrüblichen Jahr doch noch eine glückliche Wendung zu geben.


Zuerst erschienen am 23. April 2020 auf Nebelspalter online



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